So, jetzt ist es also wirklich passiert: Wir sind gestern am 10.10. zu unserer zweiten großen Japanreise aufgebrochen. Nach monatelanger Planung, nach Excel-Tabellen, To-do-Listen und Diskussionen über die optimale Größe eines Reiserucksacks, war es endlich soweit.
Der Wecker hat um 2:45 Uhr früh geklingelt, und um 3:45 Uhr stand das Taxi vor der Tür. Ich kann nicht behaupten, dass ich zu dieser Uhrzeit besonders gesprächig bin, aber immerhin war ich pünktlich. Fritz schafft seine Basisfunktionalität. Atmen und nicht an die Schuhe im Auto vergessen. Das Taxi kam übrigens trotz all meinen Bedenken, dass ich vielleicht ein Phantomunternehmen gebucht hatte. Ich habe nämlich den „falschen“ Airportdriver darwuschn. Nicht den mit .at sondern den mit 365.at am Ende. Egal, hat alles geklappt und der Fahrer war sehr nett und auch super pünktlich.
Am Flughafen waren wir dann so früh dran, dass selbst die Duty-Free-Angestellten noch zuhause geschlafen haben. Aber lieber ein bissl zu früh als zu spät, gell? Wir haben schließlich den frühesten Flug nach München genommen, weil ich uns kenne: lieber zwei Stunden auf einem unbequemen Flughafenstuhl sitzen als die Panik bekommen, dass man das Gate in letzter Sekunde nur noch von hinten sieht.
Frühstück deluxe in München
Nach einem kurzen Hüpfer von gerade einmal 35 Minuten Flugzeit sind wir in München angekommen. Dort gab es erstmal ein ordentliches Frühstück: Rührei, Kaffee und Sekt.
Fritz meinte, dass Sekt am Flughafen einfach besser schmeckt. Wahrscheinlich, weil man so tut, als würde man in der Business-Class reisen, denn kosten tut es mindestens so viel. haha
Nach dem Frühstück sind wir dann in ein Café und haben uns noch ein Bier gegönnt. Ja, ein Bier um halb 9 Uhr morgens. Aber bitte, in Osaka war es da ja schon 8 Stunden später, also quasi schon späten Nachmittag. Da darf man das.
Warten, warten, warten… und Technik-Alarm
Unser Flug nach Osaka war für 12:30 Uhr angesetzt. Wir saßen also brav im Flieger, startbereit auf der Startbahn, als plötzlich die Durchsage kam, dass der Flieger von der Technik wieder zurück an den Parkplatz muss. Irgendein technischer Check war angeblich noch offen. Ich sag es ehrlich, mir war das lieber, als wenn ihnen das erst auffällt, wenn wir schon über Kasachstan fliegen. Lieber am Boden reparieren als in der Luft improvisieren, oder?
Nach rund einer Stunde hat sich dann herausgestellt, dass alles in Ordnung ist, und um 14:00 Uhr sind wir dann mit 1,5 Stunden Verspätung endlich wirklich gestartet.



11,5 Stunden später: Osaka, wir sind da
Und dann hieß es: 11,5 Stunden Flugzeit. Ich weiß nicht, wer den Ausdruck „es verging wie im Flug“ erfunden hat, aber diese Person ist eindeutig noch nie 11,5 Stunden in einem Flugzeug gesessen.
Wir hatten uns Premium Economy Tickets gegönnt. Viel mehr Platz, aber geschlafen haben wir trotzdem kaum. Vielleicht eine Stunde hier, eine dort, aber sicher nichts, was man als Erholung bezeichnen würde. Wir sind jetzt gute 26 Stunden unterwegs, ca. 30 Stunden wach (bis auf ein paar Flugzeug Eindunker) und das geht ganz schön ins Mark.
Nach etwa sechs Stunden hat sich unsere Stimmung ein bisschen verschoben. Fritz und ich haben uns gegenseitig angeplärrt, weil wir beide einfach nur noch heim wollten. In unser eigenes Bett, ohne nervige Mitreisende, ohne Flugzeugessen.
Aber wir haben durchgehalten und als wir am 11.11. um 9:06 Uhr endlich in Osaka gelandet sind, war alles vergessen. Japan, wir sind zurück! Müde, zerzaust, aber glücklich. Wir haben uns dann mal frisch gemacht und in die Stadt geschmissen. Schlafen dürfen wir erst später, sonst kickt uns der Jetlag noch mehr rein.
Wir haben es zur berühmten Dotonbori geschafft, waren bummeln, Ramen und Pan Cakes essen und ich hab Fritz in den Donquijote Megastore geschleppt (inkl. Riesenradfahrt lol) Es ist jetzt kurz vor 19 Uhr und wir kämpfen. Beide mit dem Schlaf und ich im Speziellen mit dem Blog, aber wir müssen noch ein bissl durchhalten, damit wir morgen nicht um 2 Uhr früh im Zimmer Salsa tanzen.









Fazit des ersten Reisetags
Wir sind da. Endlich.
Der Flug war lang, das Bier nicht zu früh, die Technik nervenaufreibend, aber alles hat funktioniert. Jetzt beginnt unser zweites großes Japan-Abenteuer und wenn der Rest so weitergeht wie dieser erste Reisetag, dann wird das wieder eine Reise voller Geschichten, die wir noch in zwanzig Jahren erzählen werden und weil wir vergesslich sind, auf unserem gemeinsamen Reiseblog nachlesen können.

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