Heute mussten wir etwas früher aus den Federn. Wir hatten nämlich wieder einen Termin mit einem Guide der SGG Organisation. Und was sollen wir sagen. Akihiro San hat uns ein Programm zusammengestellt, das einfach nur ein Traum war. Er hat uns beim gesamten Ausflug zur Museumsinsel Naoshima begleitet und uns einen Tag geschenkt, an den wir uns für immer erinnern werden.
Wir trafen ihn um 7.30 Uhr im Hafen von Takamatsu. Dort checkten wir die Fährtickets und fuhren anschließend etwa fünfzig Minuten nach Naoshima.



Die japanische Pünktlichkeit begleitet uns hier ohnehin ständig und ich liebe es mit jeder Zelle meines Körpers. Alles ist so geordnet und stressfrei, dass sogar ich als notorischer Reiseplaner richtig aufblühe.
Unser erster Stopp war der rote Kürbis von Yayoi Kusama. Ich liebe Yayoi und ihre Kunst und heute war ich komplett im siebten Himmel. Danach sahen wir uns weitere Installationen im Hafen an bevor es mit dem Bus zum New Art Museum ging. Ich hatte keine konkreten Vorstellungen, aber ich war völlig überwältigt. Die Kunst war grandios und über die Architektur kann ich gar nicht sprechen, ohne sofort wieder Gänsehaut zu bekommen. Es war einfach wunderschön.






Von dort fuhren wir weiter nach Tsutsuji so. Dort gab es zuerst ein fantastisches Sashimi und dann natürlich einen Besuch beim gelben Kürbis von Yayoi Kusama.



Weiter ging die Reise zum Chichu Art Museum. Auch dort war es wahnsinnig beeindruckend. Fotografieren war leider nicht erlaubt, aber vielleicht macht genau das die Erinnerungen noch klarer. Ausgestellt waren Werke von Monet, aber auch beeindruckende Lichtinstallationen, die mich beinahe weggebeamt haben. Wir betraten einen Raum und gingen eine Treppe nach oben. Oben angekommen, dachte ich, dass ich auf ein Bild oder einen Bildschirm schaue. Tatsächlich führte der Blick aber direkt in einen begehbaren Raum. Es war eine perfekte optische Täuschung mit einem so angenehmen Licht, dass ich immer noch begeistert erzähle.
Zum Abschluss besuchten wir das Benesse Art Museum. Ebenfalls beeindruckend. Teilweise stehen die Kunstwerke im Aussenbereich und wirken damit noch intensiver. Fritz und ich haben zusammen sicher drölfzigtausend Fotos gemacht. Auch weil das Wetter heute wieder unglaublich schön war.


Ich kann nicht oft genug sagen, wie dankbar ich den drei Japanern bin die mir damals im Linzer Café Stellwerk den Tipp gegeben haben. Leider habe ich keine Kontaktdaten, aber ich sende ihnen die besten Gedanken. Sie hatten absolut recht. Die Präfektur Kagawa ist ein kleines Wunder.
Nach dem Museumsrundgang fuhren wir mit dem Bus zurück zum Hafen und danach mit der Fähre nach Takamatsu. Dort begleiteten wir Akihiro-San noch ein Stück, weil wir uns bei seiner Frau bedanken wollten. Sie hat uns Origami Kraniche gebastelt und ich war sofort verliebt in diese kleinen Kunstwerke. So herzliche Menschen. Wir waren beide einfach nur hin und weg.
Wir hatten für unsere Guides natürlich auch Geschenke dabei, weil sie das alles freiwillig und kostenlos machen. Mit dabei waren ein Österreich Reiseführer, das Neujahrskonzert auf Blu Ray und Mannerschnitten. Wir hoffen, dass sich unsere Wege eines Tages wieder kreuzen und wir ihnen Wien zeigen dürfen. Es wäre uns wirklich eine große Ehre.


Der Tag war heute einfach nur zum Abschmusen. Nach dem Verabschieden gingen wir noch in ein Hamayaki Restaurant. Da grillt man sein Essen nämlich selbst. Also theoretisch. Praktisch haben wir anfangs nichts kapiert und einfach nach Intuition oder von den Leuten am Nebentisch abgeschaut. Das Highlight war das Grillen der Jakobsmuschel. Fritz hat dem Nachbarn jeden Schritt synchron nachgemacht und es ist alles super gelungen. Kaum waren wir fertig, fanden wir plötzlich die Bedienungsanleitung am Tisch. Wir haben so gelacht. haha




Es war wieder ein Tag mit tausend Eindrücken und einer Gastfreundschaft die man sonst lange suchen muss.
Danke Japan. Wir lieben dich.

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