Gleich mal vorweg – ich kann heute keine Bilder posten, weil das Internet schon so lahmarschig ist. Also diesmal nur Text:
Heute Vormittag ging es von Takamatsu nach Okayama und diesmal waren wir ausnahmsweise zu früh dran. Das bedeutete: zwei Stunden Puffer. Und was macht man mit so viel Zeit? Richtig: sich hemmungslos Schweinereien mit ordentlich Kalorien im Café reinstopfen. Dazu gab es abschließend bei einem kleinen Standl noch ein Bier. Wie es sich gehört, wenn man auf Reisen ist.
Wir wundern uns wirklich jedes Mal, wie unglaublich günstig das Essen hier ist. Österreich hat preislich ja inzwischen diverse teure Länder überholt. Hier bekommt man für umgerechnet 7 Euro ein Menü, das nicht nur riesig ist, sondern auch noch großartige Qualität hat.
Shinkansen-Liebe
Die Weiterfahrt war dann wieder pure Begeisterung: 455 Kilometer in 1 Stunde 42 Minuten – das ist einfach nur geil. Google Maps meinte zum Vergleich: Mit dem Auto wären es 5 Stunden 34 Minuten gewesen. Wenn man bedenkt, dass das fast die Fahrt von Wien nach Innsbruck ist, schnallt man noch mehr ab. Anfangs waren wir mit knapp 300 km/h unterwegs, aber dann wurden wir „langsamer“ und es ging dann mit lächerlichen 270-280 km/h weiter. haha
Neues Abenteuer: Kapselhotel
In Hakata angekommen, ging es für uns erstmals ins Kapselhotel. Definitiv eine neue Erfahrung, aber bis jetzt finde ich es richtig spannend und völlig okay. Bei Fritz bin ich mir da noch nicht ganz sicher, aber nach den letzten, nennen wir sie kuscheligen, Nächten im Doppelbett ist er vermutlich auch froh, wenn mal eine Wand zwischen uns ist. Hahaha.
Der Check-in selbst war etwas holprig . Google Translate sei Dank haben wir immerhin halbwegs verstanden, was von uns verlangt wurde. Danach sind wir in die Canal City Arcaden spaziert. Ein Wort: Wow. So ein cooles Einkaufszentrum!
Ticketjagd & Kältewelle
Anschließend ging es noch schnell zum Bahnhof, um die Tickets für morgen nach Nagasaki abzuklären. Etwas komplizierter hier, weil der Shinkansen nicht direkt von Hakata abfährt und wir umsteigen müssen. Mit unseren IC-Karten war uns das zu heikel, weil sich auch die Bahnbetreiber ändern. Also ab zum Ticketschalter. Wieder wurden wir, wie schon in Takamatsu, perfekt bedient. Diese Angestellten tippen in Lichtgeschwindigkeit und innerhalb weniger Sekunden hat man Tickets, Infos und ein beruhigtes Herz.
Vor dem Bahnhof stand sogar schon ein Christkindlmarkt. Glühwein & Co haben wir aber ausgelassen, weil das wäre uns dann doch zu „strange“ gewesen. Außerdem war es heute wirklich eisig kalt: rund 11 Grad und ein Wind, der alles gleich noch unangenehmer machte.
Abendprogramm & Duolingo-Pride
Am Abend saßen wir noch in einer sehr netten Bar. Die Kellnerin war begeistert, dass ich nach 907 Tagen Duolingo schon ein bisschen Japanisch sprechen kann, vor allem, weil sie selbst gerade erst bei Tag 107 in Englisch ist. Hahaha.
Alles in allem war es ein richtig netter, entspannter Tag – weniger Hatscherei als sonst, obwohl wir wieder auf 15.000 Schritte gekommen sind. Jetzt sitzen wir im Kapselhotel in der Lounge und werden uns bald zurückziehen.
Morgen geht es eher zeitig los. Die Fahrt nach Nagasaki dauert etwa zwei Stunden. Und morgen früh gibt es dann unsere „unabhängigen“ Berichte, wie die Nacht im „MRT“ war. Hahaha.
Ich bin gespannt.

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