Paris Tag 3- Zwischen Prachtboulevards, Menschenmassen und einem Hauch Negroni

Tag 3 in Paris und heute haben wir es etwas ruhiger angehen lassen.
Nach den letzten beiden Tagen war ein späteres Aufstehen mehr als verdient. Irgendwann sind wir dann gemütlich in den Tag gestartet und haben uns erstmal ein ausgiebiges Frühstück gegönnt.

Danach ging es mit der Metro los zum Place de la Concorde. Unser Startpunkt für den heutigen Tag. Von dort aus haben wir uns zu Fuß über die Champs-Élysées und mit Zwischenstopp in den Gallerie Lafayette bis zum Triumphbogen vorgearbeitet. Vom Triumphbogen aus sind wir dann weiter nach Pigalle gefahren. Und ja… sagen wir mal so, ein bisschen „sexy hexy time“-Vibes lagen schon in der Luft. Spätestens beim Moulin Rouge war klar, wo wir hier gelandet sind.


Auf dem Weg Richtung Sacré-Cœur haben wir noch schnell einen Snack eingelegt. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Denn oben angekommen erwartete uns die Apokalypse der Menschenmassen. Gefühlt zwei Millionen Leute auf einem Fleck. Ich sag es, wie es ist. Das ertrage ich außerhalb von Japan nur schwer.


Also haben wir uns relativ schnell und elegant wieder verabschiedet. Also weniger elegant, weil wir für zwei Sackerl „Zuckerl“ (ein bissl sogenannte Plomben-Reisser-Karamellzuckerl und eine Art türkischen Honig) 30 € liegen haben lassen und so richtig über den Tisch gezogen wurden. haha Gut geschmeckt hat das süße Zeugs allerdings trotzdem.


Nach einer kurzen Kaffeepause ging es dann ein gutes Stück zu Fuss weiter und plötzlich standen wir mitten in einer Demonstration von lesbischen und intersexuellen Menschen, die lautstark und völlig berechtigt auf ihre Rechte aufmerksam gemacht haben. Eine dieser unerwarteten Situationen, die eine Stadt irgendwie noch greifbarer machen.


Der Rest des Tages bestand aus viel Sonne, vielen Schritten (am Ende wieder rund 22.000) und weiteren Eindrücken dieser Stadt.
Wir sind unter anderem noch bis zum Hôtel de Ville spaziert. Den Le Baiser de l’hôtel de ville bekam Fritz dann direkt Vorort von mir, aber ein bestimmtes Poster verbindet ihn auch mit seiner Vergangenheit. Notre-Dame haben wir anschließend erneut einen Besuch abgestattet. Das Wetter hat heute wirklich alles gegeben und wir haben jede Minute bis zum Abend ausgekostet.


Kulinarisch wurde es am Abend dann auch nochmal französisch. Fritz hat sich ein ordentliches Entrecôte ins Getriebe gestellt und nach der Crème brûlée sah er aus wie ein sehr, sehr zufriedener Mensch. Ich hingegen habe mir nach Fish&Chips mit einem Negroni den Rest gegeben.


Betreffend meines Allgemeinzustandes bin ich mir nämlich aktuell nicht ganz sicher. Ist es Allergie? Oder kündigt sich da ganz langsam ein klassischer Männerschnupfen an? Man weiß es nicht. Zur Sicherheit wurde jedenfalls mit Negroni desinfiziert. haha

Abschließend bleibt heute nur eines zu sagen. Paris stand ehrlich gesagt nie ganz oben auf meiner bzw. unserer Wunschliste. Umso dankbarer sind wir, dass Matteo und Mathilde letztes Jahr bei uns waren und uns diese Stadt quasi „eingepflanzt“ haben.

Und jetzt? Lieben wir Paris? Ja! Und zwar so richtig.

Ich habe das Gefühl, mich selten so schnell in eine Stadt verliebt zu haben. Vielleicht lag es am perfekten Wetter, vielleicht an den Menschen um uns herum, aber wahrscheinlich an der Mischung aus allem.

Morgen haben wir noch den ganzen Tag zu Verfügung, weil wir erst abends nachhause fliegen, aber ich sage jetzt schon: „Merci beaucoup“.

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